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Der holländische Blickwinkel: Eine filmische Technik, die den Zuschauer ängstlich macht

von | 11.7.2018

Was ist der niederländische Winkel?

Der Dutch Angle Shot, auch bekannt als Dutch Tilt, German Angle, Canted Angle, Canted Camera oder Oblique Angle, ist eine Technik, die aus einer schrägen Kameraeinstellung besteht, bei der die Horizontlinie nicht parallel zum unteren Bildrand verläuft und vertikale Linien schräg zur Seite des Bildes verlaufen.

Es wurde in Hunderten von Filmen verwendet, darunter Klassiker wie "Frankensteins Braut" (Regie: James Whales), "Citizen Kane" (Orson Welles), "Der dritte Mann" (Carol Reed) und "Malteser Falke" (John Huston).

Der holländische Winkel ist eine dieser filmischen Techniken, die Kreativität, Unbehagen und - bei manchen - auch ein wenig Kontroverse ausstrahlen.

Er wird häufig in Szenen verwendet, in denen es um Rauschzustände oder Gefühle des Wahnsinns geht, wie in Bruce Willis' Film Ankunft in einer psychiatrischen Klinik in "12 Monkeys", und kann leichte Neigungen von fünf Grad bis hin zu extremen 90-Grad-Winkeln beinhalten.

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Sie kann auch in einer statischen Aufnahme oder gleichzeitig mit Schwenken, Zoomen oder anderen Formen des Neigens eingesetzt werden, so die MediaCollege.

A Videokompilation von Jacob T. Swinney zeigt eine Vielzahl von Szenen mit holländischen Winkeln von unterschiedlichem Schweregrad über die Jahrzehnte hinweg.

Woher stammt der niederländische Winkel?

Trotz seines Namens stammt der Holländische Winkel nicht aus den Niederlanden. Der Begriff wurde, soweit wir wissen, nicht einmal von einem Niederländer geprägt.

Tatsächlich hat sie ihre Wurzeln in der Expressionistisch des Ersten Weltkriegs in Deutschland, als der Austausch von Filmen in und aus dem Land aufgrund der britischen Seeblockade zum Erliegen kam (es heißt, dass "Deutsch"(das deutsche Wort für "deutsch" wurde im Laufe der Zeit zu "niederländisch"). Im Einklang mit der Epoche thematisierten die expressionistischen Filme regelmäßig Selbstmord, Verrat, Psychosen, Terror und andere "dunkle Geisteszustände".

In den 1930er Jahren war die Technik in den USA angekommen und wurde bald von Regisseuren in Dutzenden von populären Filmen wie den bereits erwähnten Klassikern von Welles, Whales und Huston eingesetzt. Und seither gab es Hunderte von ihnen.

Aber warum macht der holländische Blickwinkel die Zuschauer so nervös?

Nach Angaben von Hollywood-LexikonStandardkompositionen, die den üblichen horizontal-vertikalen Linien folgen, sind für das Gehirn leichter zu verarbeiten. Niederländisch angewinkelte Kompositionen hingegen vermitteln Bewegung und sind für unser Gehirn schwerer zu verarbeiten.

Diese Vermittlung von Bewegung, von Fließen, kann wiederum Gefühle von Angst und Verwirrung beim Publikum hervorrufen - der verschobene Horizont und das Gefühl, dass vertikale Linien wegfallen, können dem Betrachter das Gefühl geben, dass etwas nicht stimmt.

Ist der niederländische Winkel überstrapaziert?

Es kommt darauf an, wen Sie fragen, aber die meisten Filmexperten sagen, dass sie wie jede andere Technik auch eingesetzt werden sollte sparsam und zu den richtigen Zeitpunkten.

Sie ist in letzter Zeit etwas umstritten geworden, weil sie in einigen Filmen zu oft eingesetzt wurde, z. B. in "Battlefield Earth" - Regisseur Roger Christian sagte angeblich, dass nur eine einzige Szene im gesamten Film nicht mit dieser Technik gedreht wurde - und in "Thor", der dafür kritisiert wurde, dass er sich zu sehr auf diese Technik verließ.

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